CD Weltreise FJ Scheurer
Der Klempner mit der Klampfe präsentiert sein neues Album „Jupp“ Scheurer meldet sich mit einem neuen Album zurück.
Hier eine Hörprobe
Eintritt auf Spendenbasis.
Der Klampfen-Klempner im Klangturm
Echte hanagermachte Musik
Donnerstag 23.07.2026 19–21 Uhr
Solinger Tageblatt vom 01.08.2024 :
Der Musiker zeigt sich nachdenklich und gereift. Uns erzählte der Künstler, wie er sich nach einem Schicksalsschlag zurück ins Leben kämpfte. Von Celine Derikartz „Das war das aufwendigste, schwierigste und persönlichste Album, das ich bisher rausgebracht habe“, erklärt Franz Josef „Jupp“ Scheurer bei der Vorab-Präsentation der neuen CD.
Und das ist mittlerweile immerhin die sechste des Klempners mit der Klampfe, dessen erste Langspielplatte 1989 erschien. „Weltreise“ ist der Titel. „Das Projekt fing so an, dass ich Songs, die ich schonmal gemacht habe, nochmal in anderer Form aufnehmen wollte. Da habe ich dann alle Songlisten angeschaut – und alles kam anders.“
Schlaganfall, Klinik, Reha. Und das Projekt lag auf Eis. Erst einmal, denn der Wunsch eines neuen Albums verstärkte sich.
Jetzt erst recht, datierte das letzte Album doch auf 2008. „Vielleicht brauchte ich meinen Warnschuss“, meint Scheurer rückblickend. Für die Erkenntnis, die gegebene Zeit zu nutzen und Wünsche anzupacken. Neben dem neuen Album bedeutet das auch, mit der Klampfe „durch Deutschland zu tingeln“. „Das wollte ich nochmal machen. Wie früher.“ Die Noten muss er mittlerweile vom Blatt ablesen, kann sie nicht mehr auswendig, ansonsten hat er sich zurückgekämpft. „Da bin ich schon stolz drauf. Ich bin da und lasse mir das nicht nehmen.“
Deshalb folgte nach dem Klinikaufenthalt gleich wieder der Griff zur Gitarre. Aus dem ursprünglichen Albumtitel „60 Songs“ wurde „Weltreise“, wie das erste Lied auf dem Album. Das ganze Leben sei eben eine Reise. Aus zehn Titeln sind 14 geworden, neun davon komplett neu. Gereift sei er über die Jahre und auch die Stimme, geblieben ist indes die inhaltliche Ausrichtung: „Ich karikiere Gesellschaftsthemen und menschliches Verhalten. Das greife ich auf und stelle Fragen, gebe aber keine Ratschläge und Antworten.“
„Auf‘m Bahnsteig“, „Im Spiegel“ oder „Ist es das?“, so heißen die Tracks beispielsweise. Auch ernste Themen sollen mit einem Augenzwinkern oder einer „schicken Auflösung“ zum Ende verpackt werden. „Das kommt jetzt richtig an“, lautet das Urteil von Ehefrau und Chef-Kritikerin Monika Menke-Scheurer. Das Genre? „Da habe ich immer zwischen den Stühlen gesessen. Das wird nie passen und das ist auch gut so.“ Was auch noch nie gepasst habe, aber einfach dazugehöre: der grüne Hut, mit dem er schon als Jugendlicher auf der Straße auftrat. Ursprünglich habe er alles noch einmal allein mit Gitarre einspielen wollen. „Ganz puristisch.“ Dann habe er aber langjährige Weggefährten gewinnen können. Im heimischen Dachkammerstudio wurden die Parts mit jedem einzeln aufgenommen oder ihm zugeschickt.
Herzliche Einladung Albert und Alice

